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Jakob Lorber
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Der Saturn, 1. Kapitel

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DER SATURN
Darstellung dieses Planeten samt Ring und Monden und seiner Lebewesen.
Durch das Innere Wort empfangen von Jakob Lorber.
Nach der vierten Auflage.
Lorber-Verlag – Hindenburgstraße 5 – D-74321 Bietigheim-Bissingen.
Alle Rechte vorbehalten.
Copyright © 2000 by Lorber-Verlag, D-74321 Bietigheim-Bissingen.

1. Kapitel – Eigentlicher Name des Saturn. Darstellungsplan dieser Beschreibung. Größe, Doppelring, Monde des Saturn. Herrlichkeit der göttlichen Offenbarung.

[Sa.01_001,01] Um sich von diesem Weltkörper, den ihr Saturn nennt – während sein eigentlicher Name soviel besagt wie: Erdruhe, Weltnichtstum – einen deutlichen Begriff zu machen, ist vor allem nötig, seine natürliche Sphäre, Entfernung von der Sonne, seine Größe wie auch die seiner Monde so genau wie nur immer eurer Fassungskraft möglich zu erkennen. Ist dies bekannt, so können desto leichter seine großmächtige Beschaffenheit, seine Einwohner – sowohl auf dem Planeten selbst wie auch auf den Ringen und Monden – erkannt werden und so auch seine allseitige Vegetation nach dem Verhältnis seiner höchst verschiedenen klimatischen Zustände und ebenso auch all das Getier auf diesem Planeten, seinen Ringen und Monden.
[Sa.01_001,02] Und wenn dieses alles erkannt wird, dann erst kann die Geschichte dieses Planeten, seine innere Einrichtung, seine polarischen Verhältnisse zu anderen Planeten und endlich seine geistige Sphäre durchleuchtet werden.
[Sa.01_001,03] Was die Entfernung des Saturn von der Sonne betrifft, können drei verschiedene Standpunkte angenommen werden, und das aus dem Grunde, daß, wie euch schon mehr und mehr bekannt, kein Planet um die Sonne eine völlig kreisförmige Bahn läuft, sondern eine eiförmige Bewegung macht. Wobei die Sonne gerade so gegen die Bahn eines Planeten zu stehen kommt, als wenn ihr ein Ei nehmt und stellt es auf der stumpferen Seite nach unten und mit der spitzigeren nach oben, wodurch der Eidotter sich nicht in der Mitte des ganzen Eis, sondern bei weitem mehr in der Nähe des unteren Endteiles befindet. Das Zentrum des Dotters sei die Sonne und die Linie der weißen Schale die Bahn des Planeten. – Wenn ihr nun die Entfernungen dieser Bahnlinie bis zum Sonnenzentrum im Dotter messet, so wird sich sicher folgendes ergeben: daß der unterste Teil der Bahnlinie dem Sonnenzentrum zunächst, der Bauchgürtel in einer Mittelentfernung und die obere Spitze in der größten Entfernung zu stehen kommt. – Seht, so ist es auch mit der weiten Bahnlinie unseres zu betrachtenden Planeten. Wenn er sich zuunterst befindet, so ist er in der größten Sonnennähe, da alsdann nach eurer Berechnung seine Entfernung nur 187719120 geographische Meilen beträgt. Wenn er sich im Gürtel seiner Bahn befindet, alsdann beträgt seine Entfernung 198984136 geographische Meilen. Und wenn er sich zuoberst befindet, beträgt seine Entfernung von der Sonnenmitte 210249152 geographische Meilen, welche Entfernung dann auch die größte ist.
[Sa.01_001,04] Diese Entfernungen müßt ihr aber nicht von eurer Erde aus betrachten, sondern von der Sonne aus. Denn es kann die Entfernung der Erde gegen diesen Planeten sehr verschieden sein, und zwar so, daß sich diese zwei Weltkörper oft bis auf eine Million geographische Meilen mehr nähern und ebenso auch wieder entfernen können. Denn wenn es sich trifft, daß beide Planeten von der Sonne aus auf einer und derselben Seite zu stehen kommen, und zwar beide in der Sonnennähe, dann sind sie sich bei weitem näher als in etwaiger Opposition, wo es geschehen kann, daß der Saturn in seiner größten Sonnenferne sich befindet und die Erde aber entgegengesetzt in der Sonnennähe. Dabei kann dann der Unterschied nicht nur eine Million, sondern oft zwei bis drei Millionen Meilen ausmachen. Die unbestimmt ausgedrückte Zahl der Entfernung ist hier darum gegeben, weil kein Planet immer auf ein Haar in derselben Entfernung von der Sonne kreist, sondern in einem Jahr sich oft mehr entfernt, in einem anderen sich dafür der Sonne wieder mehr nähert, von welcher größeren oder geringeren Annäherung dann auch die Temperaturverschiedenheit abhängt. Und ihr könnt sicher annehmen, daß unter siebenundsiebzig Umläufen in der Entfernung sich nicht zwei völlig gleichen.
[Sa.01_001,05] Da wir nun mit den Entfernungen fertig sind, wollen wir noch den Durchmesser dieses Planeten sowie dessen Umfang, seine Oberfläche nach Quadratmeilen und den Inhalt nach Kubikmeilen bestimmen.
[Sa.01_001,06] Was den Durchmesser betrifft, so beträgt derselbe 17263 geographische Meilen. Da die Erde nur 1719 geographische Meilen im Durchmesser hat, so könnt ihr daraus sehr leicht ersehen, um wie viel dieser Planet größer ist als die Erde. – Sein Umfang aber beträgt 54515 geographische Meilen. – Was seine Oberfläche betrifft, so beträgt diese 936530820 Quadratmeilen. – Der kubische Inhalt beträgt 2757547946775 geographische Kubikmeilen. Nach alledem ist somit dieser Planet, mit runden Zahlen ausgedrückt, fast annähernd um 1037 mal größer als die Erde. Zu seiner Umlaufzeit um die Sonne braucht er 29 Jahre, 164 bis 166 Tage, 2 Stunden und 2 Sekunden.
[Sa.01_001,07] So ist nun in Hinsicht auf den Planeten selbst alles Numerische bestimmt. Da aber dieser Planet noch einen Doppelring um sich hat, müssen wir auch diesen numerisch näher bestimmen.
[Sa.01_001,08] Der Durchmesser des ganzen Ringes beträgt 40006 geographische Meilen. – Da der Ring eigentlich aus zwei Ringen besteht, beträgt die Entfernung von der Oberfläche des inneren Ringes bis zur inneren Fläche des äußeren Ringes 545 geographische Meilen. Der Durchmesser des äußeren Ringes von außen bis nach innen beträgt 1350 geographische Meilen; und der Durchmesser des inneren Ringes, ebenso bemessen, beträgt 3850 geographische Meilen. – Da dieser Ring (sowohl der äußere als der innere) eiförmig ist, d. h. also daß so man ihn durchschneiden möchte, die durchschnittene Fläche dann einem Ei gliche – so beträgt der Durchmesser nach dem Eigürtel im Ausdruck der Dicke des Ringes, und zwar des äußeren, 130 geographische Meilen und des inneren 380 geographische Meilen. – Der innere Ring hat aber in sich noch drei Halbspalten, davon jede 20 bis 30 geographische Meilen beträgt. Diese Spalten heißen darum Halbspalten, weil sie nicht durch den ganzen zweiten Ring gehen und selben nicht so gänzlich trennen, wie der äußere von dem inneren Ring getrennt ist; sondern diese drei Halbspalten sind angefüllt mit lauter eiförmigen Kugeln, die so viel im Durchmesser halten, daß vermöge dieser dazwischen liegenden Kugeln die drei innern Ringe im Grunde nur einen Ring bilden. Aber da, wo die Spalten sind, geht ein freier Raum gleich einer nach innen eingebogenen Pyramide, sowohl von unten nach oben wie von oben nach unten, den ganzen Ring hindurch. Diese aneinandergereihten Kugeln in diesen drei Spalten haben denn auch schon manchen scharfsehenden Astronomen auf die irrige Idee gebracht, als wäre dieser Ring zusammengesetzt aus lauter sehr vielen Monden, weil er durch starke Fernrohre aussieht wie ein sogenannter Rosenkranz, der eben auch nicht aus Rosen, sondern nur aus lauter kleinen Kugeln besteht.
[Sa.01_001,09] Was die weitere Beschaffenheit des Ringes betrifft, so wird dieselbe, wie schon gesagt, erst später auseinandergesetzt werden, und somit wollen wir noch einen Blick auf die Monde dieses Planeten werfen.
[Sa.01_001,10] Um diesen Planeten kreisen noch sieben Monde von verschiedener Größe und in verschiedener Entfernung von dem Planeten. – Der erste, nächste und zugleich kleinste Mond hat nur 120 Meilen im Durchmesser und ist 29840 geographische Meilen vom Saturn entfernt (versteht sich die Entfernung nur im Mittelstand). – Der zweite Mond hat einen Durchmesser von 240 geographischen Meilen und ist 40516 Meilen vom Planeten entfernt. – Der dritte Mond hat 666 geographische Meilen im Durchmesser und ist 60500 geographische Meilen vom Planeten entfernt. Der vierte Mond hat 699 geographische Meilen im Durchmesser und ist 87920 geographische Meilen vom Planeten entfernt. – Der fünfte Mond hat 764 geographische Meilen im Durchmesser und ist 190000 Meilen vom Planeten entfernt. – Der sechste Mond hat 900 geographische Meilen im Durchmesser und ist 277880 Meilen vom Planeten entfernt. – Und der siebente Mond hat 1120 geographische Meilen im Durchmesser und ist 360920 geographische Meilen vom Planeten entfernt.
[Sa.01_001,11] Aus diesen mitgeteilten Angaben könnet ihr nun schon so ziemlich leicht schließen, daß dieser Weltkörper vermöge seiner Größe, seiner verschiedenartigen Konstruktion und auch vermöge seiner sieben Monde keine geringe Bestimmung im Schöpfungsraume hat.
[Sa.01_001,12] Denn je künstlicher irgendein Mechaniker ein Werk eingerichtet hat, desto mannigfaltiger muß ja auch der Zweck eines solchen Werkes sein. Und so wie ein Mechaniker in ein kunstreiches Werk eine um so mannigfaltigere Bestimmung zur Erreichung mehrartiger Zwecke hineingelegt hat, also werde auch Ich als der allergrößte Weltmechaniker einen solchen Weltkörper nicht ohne eine bedeutend große Bestimmung so kunstvoll in den weiten Weltraum hinausgestellt haben. Da Ich schon sogar mit Sonnenstäubchen nicht zu spielen pflege, um wie viel weniger wird erst ein solcher Weltkörper, wie dieser große Planet, von Mir nur als eitles Spielzeug erschaffen worden sein.
[Sa.01_001,13] Die Folge dieser Offenbarung über diesen Weltkörper wird euch seine Bestimmung von einer so großartigen Seite kennen lehren, daß ihr euch darüber kaum werdet zu atmen getrauen. Denn habt ihr bei der Enthüllung des Mondes schon große Augen gemacht und eine große Gemütsbewegung erlebt, wie wird es euch erst gehen, wenn ihr diesen Weltkörper an Meiner Hand ein wenig bereisen werdet!? – Ja, Ich sage euch, macht euch nur auf sehr Großes gefaßt und bereitet euer Gemüt vor! Denn ihr werdet es kaum glauben. Wo so große Dinge von Mir enthüllend geoffenbart werden, da gehören auch große Gemüter dazu, um das Große zu fassen und zu würdigen. Und wenn ihr das Ganze von diesem Weltkörper, insoweit es euch zu verstehen möglich ist, werdet empfangen haben, dann werdet ihr erst ein wenig einzusehen anfangen, was die Stelle im Evangelium besagt, die da heißt: „Keines Menschen Auge hat es gesehen, keines Menschen Ohr gehört, und noch nie ist es in eines Menschen Herz und Sinn gekommen, was Gott denen bereitet hat, die Ihn lieben!“
[Sa.01_001,14] Was jemand von Mir empfängt, ist allzeit die höchste Gabe des Himmels, da Ich das Allerhöchste des Himmels wie aller Welten selbst bin. Und ob Ich euch den Himmel enthüllen möchte oder die Hölle, so wird euch allzeit das eine wie das andere zur höchsten Seligkeit gereichen. Denn besage Mein Wort, was es wolle, so ist es durchaus lebendig und macht den, der es empfängt und aufnimmt in aller Liebe, Dankbarkeit, Demut und lebendigem Glauben selbst ewig lebendig und somit in Mir schon hier wie vorzugsweise jenseits überaus selig.

 

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