Vergebung – warum ohne sie kein Glück
Ohne Vergebung kein dauerhaftes Glück: Nachtragen verdunkelt, Feindesliebe bricht den Rachekreis, rechte Vergebung ist persönlich und an Besserung gebunden.
Vollständige Studie als PDF
Die HTML-Seite ist die verdichtete Leserfassung. Die vollständige Analyse mit Anhang und Belegliste:
Kernantwort: Warum ohne Vergebung kein Glück
Kernbefund
• Kurzantwort: Ohne Vergebung bleibt das Herz in Anklage, Rache oder Bitterkeit – und damit unfähig zu dauerhafter Nähe, Heilung und Seligkeit, wie der Korpus sie beschreibt.
• Positiv: Wer den Brüdern vergibt (auch wenn sie arg gehandelt haben), dem wird Vergebung und Heilung zum ewigen Leben zugesagt (HGt.01_174).
• Feindesliebe ersetzt den Rachekreis durch Wohltat; Strafe schreckt, macht aber selten zum Freund (GEJ.02_159).
• Rechte Vergebung betrifft vor allem eigene Beleidigung; sie ist kein Priestermonopol und kein Freibrief ohne Besserung (GEJ.08_043).
• Glück meint hier nicht Stimmung, sondern Segen, Frieden, Seligkeit – gebunden an gelebte Liebe und Vergebung.
Auswertung
Die Leitfrage „Warum ohne Vergebung kein Glück?“ ist im Korpus keine Sentimentformel. HGt.01_174 bindet Vergebung an Heilung und Leben und stellt dem nachtragenden Ankläger Finsternis trotz Gedankenweisheit entgegen. GEJ.02_159 zeigt: Abschreckung durch Strafe erhält den Feind; Wohltat kann Reue und Freundschaft wecken. GEJ.08_043 klärt, wem Vergebung zusteht und wo Grenzen liegen.
Wer Groll pflegt, hält die eigene Seele in einem Zustand, der Liebe und klare Einsicht blockiert. Wer vergibt und um Vergebung bittet, öffnet den Weg, den der Korpus mit Gnade, Segen und Seligkeit beschreibt – ohne Automatenheilung und ohne Leugnung von Schuld.
Vertiefung: Was Vergebung hier leistet
1. Löst Schuldbindung zwischen Menschen (Bitte, Nachsicht, Versöhnung). 2. Bricht den Rachekreislauf (Feindesliebe als Praxis). 3. Macht empfänglich für Vergebung von oben (Maß: „wie wir vergeben“). 4. Schützt vor Scheinheiligkeit (Bekenntnis allein reinigt nicht).
Vertiefung: Was sie nicht leistet
Sie ersetzt keine Besserung, keine Wahrheit und keine vernünftige Schutzgrenze. Sie macht Unrecht nicht zu Recht.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
GSo.02_,10
Du fragst zwar hier auch nach dem Judas, ob dieser auch bei der Tafel sein wird? - Was meinst du wohl, ob sich der Verräther hierher schicken möchte? - Der Prior spricht: O Herr, Du allerliebevollster, heiliger Vater! Ich weiß wohl, daß Deine Gerechtigkeit so groß ist, als Deine Liebe, Gnade und Erbarmung; aber dessen ungeachtet, ich muss es Dir offen bekennen, würde es mir dennoch etwas hart geschehen, wenn ich diesen verlornen Apostel im Ernste für ewig missen müßte; denn Du hast ja selbst gesagt, daß dieser Eine verloren ging, damit die Schrift erfüllet werde. Dieser Text hat mich denn auch heimlich in Hinsicht dieses unglücklichen Apostels stets mit einem kleinen Troste erfüllt; denn ich sagte zu mir: Der Judas mußte vielleicht, wenn schon nach seiner freien Wahl, auch also ein Dir dienendes Werkzeug sein, also ein Apostel der Todten, damit eben durch seinen Verrath Dein sicher von Ewigkeit vorbestimmter heiliger Plan in die allerheiligst herrlichste Ausführung kam! - Siehe, o Herr, Du allerliebvollster heiliger Vater! Solches flößte mir dann immer eine selige Hoffnung für den armen unglücklichen Apostel ein. Noch mehr aber ward ich allzeit dadurch beruhiget, wenn ich bedachte,
Kernlinie: Vergebung gehört zur Ordnung der Liebe; ohne sie bleibt das Herz blockiert. Fokus: „Du fragst zwar hier auch nach dem Judas, ob dieser auch bei der Tafel sein wird? - Was meinst du wohl, ob sich der Verräther hierher schicke…“. Lesen Sie Verheißung und Haltung zusammen – nicht als Automatenformel.
GEJ.02_,01
Auf dieses laute Singen erwachten auch alle die andern noch Schlafenden und stimmten gleich beim Erwachen mit den Jüngern ein, und Ich ließ allen Luft machen für ihre Herzen, und die Jarah umklammerte Meine Füße und weinte vor übergroßer Freude und Seligkeit! Als sie bei einer halben Stunde zu Meinen Füßen vor Seligkeit geweint und die Jünger ihren Morgengruß beendet hatten, da richtete sich die Kleine auf und sagte mit einer bedeutungsvollen Stimme: »O Erde, wann, wann wirst du wieder so glücklich sein, von diesen Füßen betreten zu werden? Fühlst du, stumme Mutter der Laster, wohl, wer Der ist, der dich nun betritt? Nein, nein, du fühlst es nicht, du kannst es nicht fühlen; denn du bist zu tot und zu klein! Wie solltest da das fassen, was für den unendlichen Raum und für alle die zahllosen Myriaden Wesen in ihm zu undenkbar groß und heilig ist!? Wo soll ich anfangen und wo enden, um Seine Herrlichkeit nur in einem Tautropfen zu besingen? Denn Er, Gott der Ewige, ist es ja, der den Tautropfen so gut wie jene endlos großen Lichtwelten schuf! O Herr, o mein Gott, vernichte mich doch; denn nimmer erträgt mein Herz die zu glühende Liebe zu Dir!
Was rechte Vergebung ist
Kernbefund
• Rechte Vergebung betrifft vor allem Sünden gegen euch – nicht fremde Schuldverwaltung als Machtinstrument.
• Vorenthalten erst nach langer Vergebungsfolge (siebenmal siebenundsiebzig) und bei sichtlicher Unverbesserlichkeit (GEJ.08_043).
• Bekenntnis allein reinigt nicht; Rat und Befolgung wie beim Arzt (GEJ.08_043).
• Kein Zwang; freier Wille bleibt geschützt.
Auswertung
„Vergebung“ wird im Korpus gegen zwei Extremen gehalten: gegen die Rachsucht und gegen die falsche Priestervollmacht, Sünden pauschal nachzulassen oder vorzuenthalten. Die ethische Mitte ist persönlich, wiederholbar und an Liebe gebunden – nicht an Amtsherrschaft.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
GSo.01_,03
Denn Christus der Herr hat Seine Kirche also gegründet, daß Er allein dem Petrus die Schlüssel zum Himmelreiche übergab. - Unsere Kirche ist auf dem Felsen Petri erbaut, also von Petro gegründet und ihr von ihm für alle Zeiten der Zeiten die Macht gegeben, selig zu machen oder zu verdammen. - Denn daß der Kirche auch das Verdammungsrecht von Christo eingeräumt ist, erhellt ja klar aus jenen Texten, wo es einmal heißt: Ihr werdet auf den Richterstühlen sitzen und mit Mir richten die zwölf Stämme Israels;" - und wieder heißt es: Was ihr lösen werdet auf der Erde, das soll auch im Himmel gelöset werden, und was ihr binden werdet" auf Erden, das soll auch im Himmel gebunden sein," - und wieder heißt es noch: Nehmet hin den h. Geist, denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie vergeben sein auch in dem Himmel, und denen ihr die Sünden vorenthalten werdet, denen sollen sie auch im Himmel vorenthalten sein." - Und also stehen noch einige solche Texte, wo der Herr dem Petrus auf Erden alle Gewalt über das menschliche Geschlecht gegeben hat; und ist demnach nicht dem geringsten Zweifel unterworfen, daß nur die römisch-katholische, von Petro selbst gegründete Kirche nach dem un
Begriff: Was rechte Vergebung ist – und wem sie zusteht. Fokus: „Geist, denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie vergeben sein auch in dem Himmel, und denen ihr die Sünden vorenthalten werdet…“. Unterscheiden Sie persönliche Vergebung von fremder Sündenverwaltung.
RB.01_,08
Wie nocher aber die Gschichten in Wean ausbroche san, do wor holt mei Hr. Doktor a dabei, und hod überoll fleißi ghulfe Revolution moche; und weil i holt goar a so a guraschirts Madl wor, so hob i mi holt a zum Revolutionmoche brauche lossen! und hob do a mein Tod gfunde. Und hiatzt bin holt do als an oarmi Seel, und muaß holt dfür leide, weil i af dr Welt zlusti war! - und hiatzt hob is Jähna auch olles gsogt, wos i gwißt hob, und Sei wissn's hiatzt a, wias mit mi dron san, und wiassn a, wos mir fehlt, und wie i dazu kummen bin, und so bitt i Sei'ner holt um Himmels Jesu willn waons mir helfen kinnen, so helfe S' mir!" [* Hier möge der Hinweis auf einige Schriftstellen folgen: Wir müssen Alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, dem Allwissenden" (2. Kor. 5,10), und auf Matth. 5,28 29, wonach dort die Gedanken gewogen werden. Richtet nicht!" (Matth. 7,1) Nur wer ohne Sünde, der möge richten (Joh. 8,7) Selig, der sich nicht an Mir ärgert" (Matth. 11,6) und Lukas 7,47: Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebt"; (aber im höheren Sinne; sie bewahrte unter rauher und sehr beschmutzter Schale den edelsten Kern - ein gutes, mit allen Menschen wohlmeinendes
Feindesliebe statt Rachekreis
Kernbefund
• Feindesliebe ist tätig: Wohltat zur rechten Zeit statt Vergeltung.
• Strafe kann abschrecken, macht aber selten zum Freund; Wohltat kann Reue und Freundschaft wecken (GEJ.02_159).
• Sonne und Regen über Gute und Böse – Maß der Vollkommenheit des Vaters.
• Feindesliebe ist Probe (Judas/Thomas; Bruno in RB) – nicht romantische Gefühlslage.
Auswertung
Der Einwand „Dann fördern wir das Böse“ wird ernst genommen und zurückgewiesen: Göttlich gedacht wirkt Wohltat bessernd; menschlich-rächerisch verdoppelt sich die Feindschaft. Praxis heißt nicht Naivität ohne Schutz, sondern Absage an den Zorn-Rache-Kreislauf.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
RB.01_,04
Und sehen Sie, wertester Freund, das ist eben die Liebe, die große heilige Gottesliebe, das Geheimnis alles Lebens, von der uns Beiden noch nie etwas geträumt hat. Und so ich mich nicht irre, da hat dieser unser uns noch unbekannter Freund gerade diese Liebe gemeint, dass sie unser Führer werde! Wie aber wird das möglich sein, so lange wir nicht viel besser als Hunde und Katzen miteinander harmonieren, und heimlich in uns noch immer auf Rache über unsere Feinde sinnen. Aufrichtig gesagt, von Ihnen Herr Graf ärgert mich hauptsächlich das am meisten, dass Sie Ihren Titel nicht einmal ablegen wollen; zu verstehen hab' ich's Ihnen doch einige Male so ganz handgreiflich gegeben. Aber wer nichts davon verstehen will, das sind Sie! Ich habe meinen Pater Franziskaner schon lange bis auf den letzten Tropfen verabschiedet, und es ist keine Spur mehr davon an und in mir vorhanden! Warum haben Sie es mit ihrem Herrn Grafen" nicht auch schon lange so gemacht? Glauben Sie mir sicher, ich hätte Sie als Mensch und Bruder wohl nie mit einer Silbe beleidigt, so mich an Ihnen der Graf, der in dies ernste Geisterreich noch viel schlechter passt, als die gröbste Faust auf das Auge eines zarten Säuglin
Feindesliebe: nicht Gefühlsschwärmerei, sondern tätige Wohltat statt Rachekreis. Fokus: „Und so ich mich nicht irre, da hat dieser unser uns noch unbekannter Freund gerade diese Liebe gemeint, dass sie unser Führer werde! Wie abe…“. Prüfen Sie: Strafe schreckt ab; Wohltat kann Freundschaft wecken.
RB.02_,11
O ihr elenden Schurken! ihr habt Christus, der als die ewige reine Liebe , als Gott und Schöpfer in die Welt, die Er gemacht hat, kam, um allen Blinden die Augen zu öffnen, nach - eurem eigenen Urteile zu einem Teufel umstaltet, und habt Ihn, den Rechten, verflucht. Denn euer Christus, den ihr ehrt und begehrt, heißt Gold und Silber; der wahre aber, der am Kreuze für alle Menschen blutend Seine göttlichen Arme ausgestreckt hat, und allen Seinen Feinden vergab, und den ewigen Vater in Ihm für sie um Vergebung bat, ist euch zum Ekel geworden derart, dass ihr alle, die Ihm und nicht euch, die ihr euch frechst und gewissenlosest Seine Diener nennt, anhangen, ohne alles Bedenken mordet, sengt und brennt, und am Ende noch in die unterste Hölle verdammt. O ihr Schlangen und Otterngezüchte! Welcher Teufel hat euch denn gezeugt? Wahrlich, wäre der Herr nicht von einer endlosen Geduld, Sanftmut und Liebe , welche Hölle gäbe es denn, die schlecht genug wäre euch aufzunehmen!
Schuld lösen: Reue, Bitte, Besserung
Kernbefund
• Vergebung der Sünden wird an Buße, Einsicht, Besserung und Wendung gebunden (HGt u. a.).
• Bitte um Vergebung gehört zur Heilung von Beziehungen (HGt.01_174: geh zu den Brüdern).
• Selbst Cahins „nie mehr vergeben“ wird gegen die Treue der Verheißungen gelesen – nicht als Dogma der Hoffnungslosigkeit.
Auswertung
Schuld lösen ist zweiseitig: der Beleidigte vergibt; der Schuldige bittet und ändert sich. Einseitig „fertig vergeben“ ohne Wahrheit bleibt schwach; einseitig Anklage ohne Vergebungsbereitschaft bleibt finster.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
HGt.01_,02
Dieser Mensch hat gefehlt gewaltig aus seiner böswilligen Erkenntnis, da er nicht hatte Gnade von oben und war blind in seiner Selbstsucht zu seinem größten und aller ihn Berührenden Schaden; nun aber kam durch die Barmliebe Gottes ein heller Blitz, begleitet von starkem Donner, von oben und machte ihn sehen seine ganze Verworfenheit und hören die Unzahl seiner Greuel. Und nun finge dem Menschen an zu bangen, und er würde dann bereuen ernstlich all sein böses Tun aus dem Grunde seines Herzens und würfe somit alle seine Bosheit von sich und gäbe auch seinen Willen gefangen der Gnade Gottes, - sage mir, was würdest da selbst du tun einem solchen? (Antwort: Vergeben, und ihn ansehen, als hätte er nie gefehlt, und große Freude haben, daß ein so weit Verirrter sich wieder gefunden hat, und gefunden hat einen Ausweg aus den Kerkern des finstern Wahnsinns zum Lichte der göttlichen Gnade!) Du hast recht und richtig geantwortet, so du doch nur ein Mensch bist; und wie viel mehr aber wird der allerweiseste Gott als der Urgrund aller Wahrheit und Liebe diese Richtigkeit billigen, da Er am besten weiß, wie und wodurch und warum wir sooft gefehlt haben!
Schuld lösen: Reue, Bitte, Besserung – Vergebung als Weg, nicht als Automat. Fokus: „Und nun finge dem Menschen an zu bangen, und er würde dann bereuen ernstlich all sein böses Tun aus dem Grunde seines Herzens und würfe somi…“. Ohne Einsicht und Wendung bleibt „Vergeben“ leer.
GEJ.06_,11
Sagte Ich: »Solange ein Mensch auf dieser Erde lebt und einen vollkommen lebendig ernsten Willen hat, ist das alles noch gar wohl möglich, wovon dir David ein lebendiges und handgreifliches Beispiel gibt; denn auch er hatte zu einer Zeit, die euch nicht unbekannt ist, viel gesündigt in der Sphäre der Fleischeslust. Aber er hat sich dann auch zu rechter Zeit ermannt, sündigte aus Liebe zu Gott nicht mehr und ward darum ein Mann nach dem Herzen Gottes. Denn wahrlich, Ich sage es dir, daß im Himmel mehr Freude ist über einen Sünder, der seine Sünden als solche erkennt, sie verabscheut, wahrhaft bereut, eine rechte und vernunftgemäße Buße übt und sich vom Grunde aus bessert und nicht mehr sündigt, denn über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nie bedurft haben! Oder ist das nicht unter den Menschen also der Fall, daß ein Mensch über eine verlorene und dann wieder glücklich gefundene Sache von einem noch so unbedeutenden Werte mehr Freude hat denn über seine großen Schätze, die da nie verloren waren?! Siehe, ebenso ist es auch bei Gott, und wäre es nicht also, so hättest du Mich nun in dieser deiner Herberge wahrlich nicht als deinen Gast!
Selbstvergebung und Härte gegen sich selbst
Kernbefund
• Der Korpus spricht dichter von Vergebung den Brüdern und von Gottes Vergebung als von einer modernen „Selbstvergebungs“-Technik.
• Härte, Selbstanklage und Eigenliebe können den Weg blockieren – sie ersetzen keine Umkehr und keine Nächstenvergebung.
• „Eigene Torheit“ wird vergeben, wenn man den Brüdern vergibt (HGt.01_174) – das ist indirekte Selbstöffnung, kein Narzissmus.
Auswertung
Lesart für heute: Wer sich selbst nur verurteilt und dem Nächsten nicht vergibt, bleibt im Korpusbild unheil. Wer vergibt und sich wendet, empfängt Vergebung auch für die eigene Torheit. „Selbstvergebung“ als Ersatzreligion ohne Nächstenliebe trägt der Korpus so nicht.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
GSo.02_,12
Was that der Herr am Kreuze, als die alleinige göttliche Weisheit, da Sie gewisserart dem Außen nach wie geschieden war von der ewigen Liebe? - Er, als die Weisheit und als Solcher der Grund aller Gerechtigkeit, wandte Sich Selbst an den Vater oder an die ewige Liebe, forderte diese nicht gewisserart gerechter Maßen um die Rache auf, sondern er bat die Liebe, daß Sie allen diesen Missethätern, also auch allen den Hohenpriestern und Pharisäern all' ihre That vergeben möchte, indem sie nicht wissen, was sie thun! -
Selbstverhältnis: Anklage und Härte gegen sich selbst ersetzen keine Umkehr. Fokus: „Was that der Herr am Kreuze, als die alleinige göttliche Weisheit, da Sie gewisserart dem Außen nach wie geschieden war von der ewigen Liebe…“. Härte gegen sich selbst ist kein Ersatz für Vergebung des Nächsten.
GEJ.03_,04
a 'O Du mein heiliger Vater in den Himmeln! Dein Name werde geheiligt! Zu uns armen tot- und nachtvollen Sündern komme Deine Vaterliebe! Dein allein heiliger Wille geschehe hier auf dieser Deiner Erde wie in allen Deinen Himmeln! Haben wir gesündigt wider Deine ewige, heilige Ordnung, so vergib uns solche Torheit und habe Geduld und Nachsicht mit uns, wie auch wir mit denen Geduld und Nachsicht haben, die sich gegen uns irgend versündigt haben! Laß es ja nicht zu, daß wir in unserer fleischlichen Schwachheit irgend über unsere Kraft von der Welt und vom Teufel versucht werden, sondern erlöse Du uns durch Deine große Gnade, Liebe und Erbarmung von den tausenderlei Übeln, durch die unsere Liebe zu Dir, o heiliger, großer, lieber Vater, getrübt und geschwächt werden könnte! Wenn es uns aber hungert und dürstet, geistig und leiblich, dann gib uns, Du guter, lieber Vater, nach Deinem heiligen Ermessen, was wir täglich vonnöten haben! Dir allein alle meine Liebe, alle Ehre und alles Lob ewig, ewig!' - (Sonstige Versionen und Auslegungen: a Matthäus.06,09 -13; Lukas.11,02 -04; Markus.11,25 -26 Verschiedene Formen des Vaterunsers durch Lorber: jl.ev10.032,06 *: Vaterunser, ausführliche Ver
Folgen des Nachtragens
Kernbefund
• Beleidigtes Herz voll bitterer Klage wird zurechtgewiesen (HGt.01_174).
• Anklage soll weichen, sonst Finsternis trotz Denkens.
• Rache verdoppelt Feindschaft (GEJ.02_159: zweite Sünde aus Zorn und Rache).
• Nachtragen kostet Nähe zu Gott und zu den Brüdern.
Auswertung
Nachtragen ist nicht „gutes Gedächtnis“, sondern pflegen der Anklage. Der Korpus misst den Schaden am inneren Licht und an der Liebesfähigkeit – nicht an der moralischen Selbstgerechtigkeit des Verletzten.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
GEJ.06_,07
Da fragt freilich so mancher, wie das bei den vielen Zeichen und Lehren wohl möglich war. Oh, das ist bei jedem Menschen gar leicht möglich! Er darf sich nur irgend ein wenig überheben und sich auf seine Fähigkeiten etwas einzubilden anfangen, und seine Seele befindet sich dann sogleich in einem zweifelhaften Dunkel, aus dem ihr nur irgendeine kleine Demütigung helfen kann. Joh.07,06] Da spricht Jesus zu ihnen: »Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist allewege.« 08a] Und das war denn auch hier bei den Brüdern der Fall, aus welchem Grunde Ich ihnen auch keine Rüge gab, sondern a nur sagte: »Ihr habt da ganz leicht reden! Meine Zeit ist noch nicht da, - eure Zeit aber ist allewege!« ( a Johannes.07,06 ; Johannes.02,04 ) Joh.07,07] »Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber haßt sie, denn ich bezeuge von ihr, daß ihre Werke böse sind.« 08b] a Die Welt kann euch nicht hassen, da ihr bis jetzt noch nicht irgend offen wider sie gezeugt habt, daß ihre Werke böse sind; darum habt ihr auch noch allewege eine freie Zeit und einen gefahrlosen Weg. b Mich aber haßt die Welt allewege, weil Ich offen zeuge, daß ihre Werke böse sind. ( a Johannes.07,07 ; b Johannes.15,18 ) Joh.07,08]
Nachtragen: Anklage, Rache und bitteres Herz verdunkeln Einsicht und Nähe. Fokus: „Da fragt freilich so mancher, wie das bei den vielen Zeichen und Lehren wohl möglich war“. Wer Anklage pflegt, tappte im Korpusbild im Finstern trotz „Weisheit“.
RB.01_,03
Unsere Feinde verderben, ihnen alles Ungemach über ihre Köpfe wünschen, den österreichischen Thron in die kleinsten Splitter zerstören, und seine Besitzer der Hölle überliefern, dazu, kommt es mir vor, wären wir ganz gemacht; aber Die segnen, die uns verflucht haben, unsern Missetätern Gutes tun, und Jene aufnehmen und beherbergen, die uns verfolgt haben, von dem ist noch keine Spur in unsern Herzen. Denn bisher haben wir geheim noch immer eine mögliche Rache gebrütet. Über seine Brüder ein gesetzliches Recht sprechen, und sie verurteilen aus irgend einer Macht heraus, ist wahrlich keine Kunst; Brüder wegen irgend einer Meinungs-Verschiedenheit hassen, und sie der göttlichen Gnade für unwert erklären, ist eine ganz leichte Sache; aber Meister der höchst eigenen Leidenschaften zu werden, und über alle Schwächen der oft sehr blinden Menschen die reine göttliche Liebe allein walten lassen, und ihnen ohne Unterschied ihrer blinden Taten die Gnade und Vergebung von Oben herab aus vollstem Herzensdrange wünschen, und mit allen Brüdern, mögen sie so oder so beschaffen sein, eine gleiche Geduld und Erbarmung haben, Freund, das ist eine ganz andere Kunst, als mit 800 Kanonen und 100 000 Spi
Versöhnung: Gewinn des Herzens
Kernbefund
• Ziel: Brüder im Herzen gewinnen, nicht sie mit Gegentrotz besiegen.
• Trotz gewinnt niemanden – nicht einmal das eigene Kind (HGt.01_174).
• Versöhnung folgt oft auf Bitte um Vergebung und auf Wohltat.
Auswertung
Versöhnung ist mehr als „Schweigen des Konflikts“. Es ist wiederhergestellte Zuwendung. Der Korpus empfiehlt Nachgeben in Liebe als Stärke, nicht als Schwäche.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
RB.02_,08
Sagt der Johann: Ihr Narren! So ihr von Gott dem HErrn keine Erbarmung erwartet, wo solle ich sie dann hernehmen, da ja doch das höchst Wenige in mir rein nur aus Gott ist?" - Heulen die Pfaffen: Nein, nein, bei Gott kann keine Erbarmung jenseits des Grabes über eine Seele ausgegossen werden; denn die Liebe Gottes dauert nur bis zum Grabe; nachher nimmt Seine allerstrengste Gerechtigkeit den Platz der Liebe ein." - Sagt Johann: Ihr dummen Narren! Hat denn Gott der HErr zwei Herzen, ein kleines voll der höchsten Liebe und Erbarmung, und ein großes dann voll Zorn, und gerechter, ewiger, allerunerbittlichster Strafgier?! Habt ihr doch selbst gelehrt, dass Gott ewig unveränderlich ist; wie könnt ihr Ihm dann gleich daneben solch eine allerentsetzlichste Veränderlichkeit beilegen? Wie kann Gott, das urallervollkommenste Wesen der Wesen, zu gleicher Zeit aus einem und demselben Herzen den höchsten, nie versöhnbaren Zorn, und die allerhöchste Sanftmut und Liebe ausfließen lassen? Wie kann Gott einen Geist nur so lange lieben, als derselbe im sündigen Fleische gefangen lebt und webt, nachher aber ihn ewig hassen wegen einiger Fehler, zu denen ihn sein Fleisch als die von Gott angeordnet
Versöhnung: Ziel ist Gewinn des Herzens, nicht Sieg im Streit. Fokus: „Sagt der Johann: Ihr Narren“. Gegentrotz gewinnt niemanden – auch nicht das eigene Kind.
RB.02_,07
und so war es denn auch, wenn ich das Evangelium las. Wenn ich die Verse durchging vom verlornen Sohne, vom guten Hirten; wenn ich die Ehebrecherin in dem Tempel vor Dir betrachtete, den Zachäus vom Baume herabrufen hörte, den gerechtfertigten Zöllner im Tempel sagen hörte: O HErr! ich bin nicht wert, meine Augen zu Dir emporzuheben; und Dich, o HErr, mit dem samaritanischen Weibe am Jakobsbrunnen allerbedeutungsvollste heilige Worte tauschen vernahm, da konnte ich mich nie der Tränen erwehren. O welch ein Gefühl hat Dein Wort am Kreuze: HErr! vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun," in mir stets rege gemacht. Aber die Stellen, wo Du, wenn schon gerechtester Maßen, die Sünder mit schärfsten Fluch-Sentenzen zur Hölle wiesest, und wo ich überhaupt von Deiner Seite (HErr! vergib mir, dass ich so frei vor Dir mir zu reden getraue) eine gewisse Unversöhnlichkeit entnahm, machten auf mein Gemüt wahrlich keinen guten Eindruck. Ich sah darin wohl einen gerechten, allmächtigen Gott walten, aber Ihm gegenüber nichts als allerohnmächtigste Wesen, die sich die endloseste Machtschwere ihre Schöpfers und ewigen Richters müssen gefallen lassen.
Gebet: vergeben und für Feinde bitten
Kernbefund
• Vaterunser-Linie: wie wir vergeben, so Vergebung erbitten.
• Bitten/Beten für Verfolger und Feinde gehört zur Feindesliebe.
• Gebet ohne Vergebungsbereitschaft widerspricht dem Maß, das der Beter selbst anlegt.
Auswertung
Das Gebet macht die Haltung öffentlich vor Gott. Wer Groll festhält und zugleich Vergebung erbittet, stellt sich unter denselben Maßstab, den er anderen verweigert.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
GEJ.03_,04
a 'O Du mein heiliger Vater in den Himmeln! Dein Name werde geheiligt! Zu uns armen tot- und nachtvollen Sündern komme Deine Vaterliebe! Dein allein heiliger Wille geschehe hier auf dieser Deiner Erde wie in allen Deinen Himmeln! Haben wir gesündigt wider Deine ewige, heilige Ordnung, so vergib uns solche Torheit und habe Geduld und Nachsicht mit uns, wie auch wir mit denen Geduld und Nachsicht haben, die sich gegen uns irgend versündigt haben! Laß es ja nicht zu, daß wir in unserer fleischlichen Schwachheit irgend über unsere Kraft von der Welt und vom Teufel versucht werden, sondern erlöse Du uns durch Deine große Gnade, Liebe und Erbarmung von den tausenderlei Übeln, durch die unsere Liebe zu Dir, o heiliger, großer, lieber Vater, getrübt und geschwächt werden könnte! Wenn es uns aber hungert und dürstet, geistig und leiblich, dann gib uns, Du guter, lieber Vater, nach Deinem heiligen Ermessen, was wir täglich vonnöten haben! Dir allein alle meine Liebe, alle Ehre und alles Lob ewig, ewig!' - (Sonstige Versionen und Auslegungen: a Matthäus.06,09 -13; Lukas.11,02 -04; Markus.11,25 -26 Verschiedene Formen des Vaterunsers durch Lorber: jl.ev10.032,06 *: Vaterunser, ausführliche Ver
Gebet: Vergebung im Gebet und Bitte für den Feind gehören zusammen. Fokus: „Zu uns armen tot- und nachtvollen Sündern komme Deine Vaterliebe“. „Wie wir vergeben“ ist Maßstab, nicht Dekoration.
GEJ.08_,06
a "Unser liebevollster Vater, der Du wohnst in Deinen Himmeln! b Dein Reich der ewigen Liebe und Wahrheit komme tatsächlich zu uns! Dein allein heiliger Wille, das Sein aller Wesen, werde auch unter uns also zur Tat, wie er es in allen Deinen Himmeln und Schöpfungsräumen ist! c Gib uns, Deinen Kindlein, das Brot des Lebens! d Unsere Schulden vergib uns, so wie wir unseren Brüdern, die uns beleidigt haben, vergeben! e Lasse nicht Versuchungen und Reizungen zur Sünde über uns kommen, denen wir in unserer Schwäche schwer oder gar nicht widerstehen könnten, sondern befreie uns von allen Übeln! f Dein Name werde allzeit geheiligt, hoch gepriesen und über alles gelobt; denn Dein ist alle Liebe, Weisheit, Kraft und Macht ewig!" ( a Matthäus.06,09 = Lukas.11,02 ; jl.him2.160,03 -04; b Hesekiel.36,23 ; 2. Mose.20,07 ; jl.him3.181 ; jl.ev10.032,06a ; jl.ev08.092,06 ; jl.him1.293,09 -10; jl.him2.160,05 ; jl.ev03.123,04 ) b Matthäus.06,10 ; c Matthäus.06,11 ; d Matthäus.06,12 ; e Matthäus.06,13 ; Lukas.11,02 -04; Sonstige Versionen u. Auslegungen: jl.ev10.032,06 : Vaterunser, ausführliche Version Jesu; jl.ev08.092,05 -06: kurze Version Jesu; jl.him1.293,08 -294,17: kritische Auslegung durch
Glück und Seligkeit brauchen Vergebung
Kernbefund
• Heilung zum ewigen Leben wird an Vergebung der Brüder gebunden (HGt.01_174,12).
• Gnade und Segen: an tatsächliche Annahme des Wortes (GEJ.02_159).
• Seligkeit/Freiheit: wer Wahrheit annimmt (GEJ.08_043) – Vergebung gehört in diese Lebensordnung.
• Ohne Vergebung: Finsternis, Bitterkeit, Rachekreis – das Gegenteil von Glück im Korpussinn.
Auswertung
„Glück“ hier = tragfähige Freude, Frieden, Segen, Seligkeit. Stimmung allein reicht nicht. Der Korpus knüpft dauerhafte Beseligung an Liebe, die vergibt.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
GSo.01_,03
Denn Christus der Herr hat Seine Kirche also gegründet, daß Er allein dem Petrus die Schlüssel zum Himmelreiche übergab. - Unsere Kirche ist auf dem Felsen Petri erbaut, also von Petro gegründet und ihr von ihm für alle Zeiten der Zeiten die Macht gegeben, selig zu machen oder zu verdammen. - Denn daß der Kirche auch das Verdammungsrecht von Christo eingeräumt ist, erhellt ja klar aus jenen Texten, wo es einmal heißt: Ihr werdet auf den Richterstühlen sitzen und mit Mir richten die zwölf Stämme Israels;" - und wieder heißt es: Was ihr lösen werdet auf der Erde, das soll auch im Himmel gelöset werden, und was ihr binden werdet" auf Erden, das soll auch im Himmel gebunden sein," - und wieder heißt es noch: Nehmet hin den h. Geist, denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie vergeben sein auch in dem Himmel, und denen ihr die Sünden vorenthalten werdet, denen sollen sie auch im Himmel vorenthalten sein." - Und also stehen noch einige solche Texte, wo der Herr dem Petrus auf Erden alle Gewalt über das menschliche Geschlecht gegeben hat; und ist demnach nicht dem geringsten Zweifel unterworfen, daß nur die römisch-katholische, von Petro selbst gegründete Kirche nach dem un
Glück/Seligkeit: zugesagt mit Vergebung und Liebe – nicht mit Groll. Fokus: „Geist, denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie vergeben sein auch in dem Himmel, und denen ihr die Sünden vorenthalten werdet…“. Segen und Seligkeit werden an gelebte Annahme des Wortes gebunden.
GSo.01_,11
O wie dumm war ich! - Wäre ich lieber eine lustige Hure geworden, so hätte ich doch einmal etwas genossen! So aber hat sich an mir das gemeine Sprichwort bestätiget, daß nämlich eine langsame und dumme Sau nie zu einem warmen Bissen kommt. - Na, mein bester Freund, wann es wirklich so ist, wie Sie Sich da jetzt ausgesprochen haben, da möchte ich doch Alles zu verwünschen thun. Wann es mir recht schlecht gehen wird, so will ich mir, wenn auch Gewohnheitshalber, aber dennoch mit der Anrufung Gottes und der seligsten Jungfrau Maria helfen; denn auf der Welt kann ich mich denn doch einiger Male erinnern, wo mir die Anrufung Christi und der lieben Frau offenbar geholfen hat, und ich meine, ist daran nichts gelegen, so habe ich durch diese Anrufung, wenn schon nichts gewonnen, so doch auch nichts verloren. - Ich kann mir freilich wohl geradewegs keinen Vorwurf machen, als hätte ich durch meinen Lebenswandel mir etwa solch' eine Strafe verdient, nun in diesem finstern Orte zu sein, außer daß ich's mit den Geistlichen vielleicht manchesmal zu viel gehalten habe, d. h. Ehre und Sittlichkeit ausgenommen; denn in diesen Stücken habe ich nie etwas vergeben. Aber so manchesmal habe ich manche m
Was Vergebung nicht ist
Kernbefund
• Nicht Priestermonopol über fremde Sünden (GEJ.08_043).
• Nicht Automatenfreispruch ohne Besserung (Bekenntnis allein reinigt nicht).
• Nicht Zwang (freier Wille).
• Nicht Leugnung von Unrecht; Vorenthalten nach langer Vergebung möglich bei Unverbesserlichkeit – eng begrenzt.
• Nicht Pflicht zur Selbstzerstörung oder zur Duldung jeder Gewalt ohne Schutz.
Auswertung
Grenzen schützen die Ernsthaftigkeit der Vergebung. Wer alles sofort „vergibt“ ohne Wahrheit, verflacht sie. Wer nie vergibt, erstickt sie.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
RB.02_,04
Ist aber an und für sich ein rechtschaffener Priester vermöge des erhaltenen Unterrichts dennoch der Meinung, dass er ein gleiches Opfer in seiner Messe verrichte, wie Ich es verrichtet habe am Kreuze; nun, so werden wir ihm das wohl zu keiner Sünde anrechnen, sondern zu ihm sagen: Es sei dir vergeben; denn du wusstest es ja nicht, was du getan hast! Wohl aber solle es Jenen angerechnet werden, die bei sich übers ganze Opfer lachten, und sagten: Mundus vult decipi, ergo decipiatur! Denn wer Jemanden des eignen Vorteils wegen will etwas unter Hölle , Mord und Brand glauben machen, worüber er bei ihm selbst lacht, der ist kein Priester, sondern wahrhaft ein Teufel ; dessen Lohn wird gleich sein seiner falschen Mühe, und seinem falschen Eifer. Hast du das alles wohl verstanden, Mein lieber Bruder Josef?"
Grenze: Vergebung ist kein Freibrief, kein Priestermonopol, kein Zwang. Fokus: „Ist aber an und für sich ein rechtschaffener Priester vermöge des erhaltenen Unterrichts dennoch der Meinung, dass er ein gleiches Opfer in …“. Vorenthalten erst nach langer Vergebungsfolge – und nur eigener Schuld.
GEJ.08_,10
Es wird aber in den späteren Zeiten leider geschehen, daß die Sündenbekenntnisse vor den falschen Propheten in Meinem Namen noch mehr gang und gäbe werden, als sie je unter den Pharisäern und Erzjuden es waren, und das wird zum Fall und zum Gerichte der falschen Propheten unter Meinem Namen führen. Denn diese werden den Menschen gleich den Heiden sagen, daß sie allein das von Gott ihnen erteilte Recht haben, allen Sündern die Sünden nachzulassen oder auch vorzuenthalten; also werden sie auch gegen große Opfer ihre blinden Günstlinge für alle Himmel selig und heilig sprechen.
Praxis: konkrete Schritte
Kernbefund
• Vergib den Brüdern; bitte um Vergebung; gewinne sie im Herzen.
• Bei Feindschaft: Wohltat zur rechten Zeit statt Rache.
• Segne, statt Schuld in den Sand zu zeichnen zum Rachezweck.
• Geduld, Sanftmut, Demut – Kampf ums Himmelreich in sich.
• Wiederholen: siebenmal siebenundsiebzig als Haltung, nicht als Buchhaltung.
Auswertung
Checkliste
1. Wen trage ich nach – Name, Tat, Gefühl? 2. Habe ich um Vergebung gebeten, wo ich schuldig bin? 3. Kann ich eine konkrete Wohltat statt Rache setzen? 4. Verwechsele ich Schutzgrenze mit Groll? 5. Bitte ich im Gebet um Vergebung, während ich selbst keine gewähre? 6. Suche ich Versöhnung oder Sieg?
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
RB.01_,14
Darauf sagte der General: Ja, ja, meine holde Tochter, jetzt, da Sie zum ersten Male erfahren haben, dass dieser Sauhalter, wie Sie ihn zu titulieren die Gewohnheit hatten, mein Sohn ist, fühlen Sie wieder Liebe zu ihm; hätten Sie das auch ehedem für den Sauhalter gefühlt, da würden wir uns nun sehr leicht verständigen; aber auf diese Art wird es sich wohl schwerlich mehr tun! - Gehen Sie daher in Ihr Gemach zurück; denn ich habe meinem Sohne wichtige Dinge zu eröffnen, wobei ich Sie in der Art als Zeugin durchaus nicht brauchen kann!" - Emma bittet nun nur noch gewaltiger um Vergebung, und gelobt bei allem, was ihr heilig ist, mit mir durch ihr ganzes Leben lieber eine Schweinehirtin zu sein, als mich nur eine Minute mehr zu verlassen! - Gut! sprach darauf der General, das werden wir sehen! ich werde mir die Freiheit nehmen, Ihnen sogleich auf den adeligen Zahn zu fühlen, und werde es sehen, wie Sie die Probe bestehen werden?!" - Spricht Emma: Thun Sie mit mir, was Sie wollen; nur als eine Leiche werde ich von meinem Gemahle mich trennen lassen!" - No, no, das wird sich sogleich zeigen, liebste Baronin! warten Sie ja auf keine neue Probe von mir; denn ich habe mit Ihnen die Pr
Praxis: konkreter Schritt – vergeben, bitten, wohltun, segnen. Fokus: „- Gehen Sie daher in Ihr Gemach zurück; denn ich habe meinem Sohne wichtige Dinge zu eröffnen, wobei ich Sie in der Art als Zeugin durchaus …“. Der nächste Schritt zählt mehr als die Theorie der Vergebung.
GEJ.02_,11
Cyrenius bittet Mich um Vergebung, sowie auch alle andern, und sie sehen ihre falsche Meinung ein; Ich aber vertröste sie alle und sage: »Oh, ihr werdet noch öfter in noch stärkere Proben kommen; aber dann vergesset dieses Begebnis und diese Meine nun an euch erflossene Lehre nicht, sonst könntet ihr trotz dem, daß ihr alle Mich gesehen und gesprochen habt, in noch größere Versuchungen geraten und von Mir ebensogut abfallen und wieder in alle Welt, in ihre Lügen und Betrügereien übergehen und denen ganz gleich werden, von denen ihr meinet, daß sie Mich gesucht und gerufen haben und Ich ihnen dann, um sie desto leichter verdammen zu können, an Meiner Statt Zauberer und Zeichendeuter gegeben habe!« - Alle bitten noch einmal um Vergebung, - und Ich segne sie alle.
Missverständnisse
Kernbefund
• M1: „Vergebung heißt, Unrecht gutheißen.“ – Nein; sie löst die Bindung, leugnet die Tat nicht.
• M2: „Ohne Strafe wird alles schlimmer.“ – Korpus: Strafe schreckt, Wohltat kann bessern.
• M3: „Nur der Priester kann vergeben.“ – Widerlegt für fremde Sündenverwaltung.
• M4: „Ich muss mich selbst zuerst technisch selbstverzeihen.“ – Korpusweg: Brüdern vergeben → eigene Torheit wird vergeben.
• M5: „Einmal vergeben reicht, dann darf ich nachtragen.“ – Haltung der Vervielfachung.
• M6: „Vergebung macht automatisch glücklich.“ – gebunden an Liebe, Wahrheit, Besserung.
• M7: „Nachtragen hält mich sicher.“ – erzeugt Finsternis und größeren Feind.
Auswertung
Die Missverständnisse trennen sentimentale Verharmlosung von der Korpuslinie der tätigen Liebe.
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
GEJ.06_,07
Da fragt freilich so mancher, wie das bei den vielen Zeichen und Lehren wohl möglich war. Oh, das ist bei jedem Menschen gar leicht möglich! Er darf sich nur irgend ein wenig überheben und sich auf seine Fähigkeiten etwas einzubilden anfangen, und seine Seele befindet sich dann sogleich in einem zweifelhaften Dunkel, aus dem ihr nur irgendeine kleine Demütigung helfen kann. Joh.07,06] Da spricht Jesus zu ihnen: »Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist allewege.« 08a] Und das war denn auch hier bei den Brüdern der Fall, aus welchem Grunde Ich ihnen auch keine Rüge gab, sondern a nur sagte: »Ihr habt da ganz leicht reden! Meine Zeit ist noch nicht da, - eure Zeit aber ist allewege!« ( a Johannes.07,06 ; Johannes.02,04 ) Joh.07,07] »Die Welt kann euch nicht hassen. Mich aber haßt sie, denn ich bezeuge von ihr, daß ihre Werke böse sind.« 08b] a Die Welt kann euch nicht hassen, da ihr bis jetzt noch nicht irgend offen wider sie gezeugt habt, daß ihre Werke böse sind; darum habt ihr auch noch allewege eine freie Zeit und einen gefahrlosen Weg. b Mich aber haßt die Welt allewege, weil Ich offen zeuge, daß ihre Werke böse sind. ( a Johannes.07,07 ; b Johannes.15,18 ) Joh.07,08]
Nachtragen: Anklage, Rache und bitteres Herz verdunkeln Einsicht und Nähe. Fokus: „Da fragt freilich so mancher, wie das bei den vielen Zeichen und Lehren wohl möglich war“. Wer Anklage pflegt, tappte im Korpusbild im Finstern trotz „Weisheit“.
RB.01_,03
Unsere Feinde verderben, ihnen alles Ungemach über ihre Köpfe wünschen, den österreichischen Thron in die kleinsten Splitter zerstören, und seine Besitzer der Hölle überliefern, dazu, kommt es mir vor, wären wir ganz gemacht; aber Die segnen, die uns verflucht haben, unsern Missetätern Gutes tun, und Jene aufnehmen und beherbergen, die uns verfolgt haben, von dem ist noch keine Spur in unsern Herzen. Denn bisher haben wir geheim noch immer eine mögliche Rache gebrütet. Über seine Brüder ein gesetzliches Recht sprechen, und sie verurteilen aus irgend einer Macht heraus, ist wahrlich keine Kunst; Brüder wegen irgend einer Meinungs-Verschiedenheit hassen, und sie der göttlichen Gnade für unwert erklären, ist eine ganz leichte Sache; aber Meister der höchst eigenen Leidenschaften zu werden, und über alle Schwächen der oft sehr blinden Menschen die reine göttliche Liebe allein walten lassen, und ihnen ohne Unterschied ihrer blinden Taten die Gnade und Vergebung von Oben herab aus vollstem Herzensdrange wünschen, und mit allen Brüdern, mögen sie so oder so beschaffen sein, eine gleiche Geduld und Erbarmung haben, Freund, das ist eine ganz andere Kunst, als mit 800 Kanonen und 100 000 Spi
Leseleitfaden und Prüffragen
Kernbefund
• Zuerst Kernantwort, dann Feindesliebe, Nachtragen, Praxis, Grenzen.
• Öffentliche Zitation: `Buch.Band_Kapitel,Satz`.
• PDF-Anhang: volle Belegliste mit individueller Einordnung.
• Art.1–6 bleiben unberührt; dieser Artikel ergänzt die ethische Achse Vergebung.
Auswertung
Prüffragen
• Halte ich Groll für Stärke?
• Bitte ich um Vergebung, wo ich schuldig bin?
• Übe ich Feindesliebe als Tat – oder nur als Idee?
• Verwechsele ich Grenze mit Rache?
• Erwarte ich Glück ohne Vergebungsbereitschaft?
Vertiefung: Lesepraxis
Lesen Sie die Schlüsselstellen langsam. Fragen Sie je Satz: Was ist Verheißung, was Voraussetzung, was Missverständnis? Notieren Sie eine konkrete Beziehung, in der Nachtragen oder Vergebung gerade ansteht – ohne Spektakel, mit einem nächsten Schritt.
RB.01_,14
Darauf sagte der General: Ja, ja, meine holde Tochter, jetzt, da Sie zum ersten Male erfahren haben, dass dieser Sauhalter, wie Sie ihn zu titulieren die Gewohnheit hatten, mein Sohn ist, fühlen Sie wieder Liebe zu ihm; hätten Sie das auch ehedem für den Sauhalter gefühlt, da würden wir uns nun sehr leicht verständigen; aber auf diese Art wird es sich wohl schwerlich mehr tun! - Gehen Sie daher in Ihr Gemach zurück; denn ich habe meinem Sohne wichtige Dinge zu eröffnen, wobei ich Sie in der Art als Zeugin durchaus nicht brauchen kann!" - Emma bittet nun nur noch gewaltiger um Vergebung, und gelobt bei allem, was ihr heilig ist, mit mir durch ihr ganzes Leben lieber eine Schweinehirtin zu sein, als mich nur eine Minute mehr zu verlassen! - Gut! sprach darauf der General, das werden wir sehen! ich werde mir die Freiheit nehmen, Ihnen sogleich auf den adeligen Zahn zu fühlen, und werde es sehen, wie Sie die Probe bestehen werden?!" - Spricht Emma: Thun Sie mit mir, was Sie wollen; nur als eine Leiche werde ich von meinem Gemahle mich trennen lassen!" - No, no, das wird sich sogleich zeigen, liebste Baronin! warten Sie ja auf keine neue Probe von mir; denn ich habe mit Ihnen die Pr
Praxis: konkreter Schritt – vergeben, bitten, wohltun, segnen. Fokus: „- Gehen Sie daher in Ihr Gemach zurück; denn ich habe meinem Sohne wichtige Dinge zu eröffnen, wobei ich Sie in der Art als Zeugin durchaus …“. Der nächste Schritt zählt mehr als die Theorie der Vergebung.
GEJ.02_,11
Cyrenius bittet Mich um Vergebung, sowie auch alle andern, und sie sehen ihre falsche Meinung ein; Ich aber vertröste sie alle und sage: »Oh, ihr werdet noch öfter in noch stärkere Proben kommen; aber dann vergesset dieses Begebnis und diese Meine nun an euch erflossene Lehre nicht, sonst könntet ihr trotz dem, daß ihr alle Mich gesehen und gesprochen habt, in noch größere Versuchungen geraten und von Mir ebensogut abfallen und wieder in alle Welt, in ihre Lügen und Betrügereien übergehen und denen ganz gleich werden, von denen ihr meinet, daß sie Mich gesucht und gerufen haben und Ich ihnen dann, um sie desto leichter verdammen zu können, an Meiner Statt Zauberer und Zeichendeuter gegeben habe!« - Alle bitten noch einmal um Vergebung, - und Ich segne sie alle.
Belegvorschau
Vollständige Belegliste mit individueller Einordnung im PDF-Anhang. Öffentliche Zitation: Buch.Band_Kapitel,Satz.
- [1] Er_,23: Wer aber kann da ein noch lästigeres Richteramt herausleiten, als es das frühere jüdische war? Wo solches besteht, besteht es wider alle Meine Anordnung, und wer daran Theil nimmt,…
- [2] GEJ.01_,29: Ich aber sage ihm: »Die Gabe allein genügt nicht zur Sühne solcher Unbill! Gehe hin und widerrufe alles, was du irgendwo Arges über sie geredet hast, alsonach erst sollen dir deine…
- [3] GEJ.06_,10: Ich aber sage nun euch, daß von Mir aus euch eure Sünden vergeben sind, weil ihr solche erkannt, bereut und verabscheut habt; aber es ist zur vollen Vergebung eurer Sünden auch noc…
- [4] GEJ.07_,07: Leset eure Geschichte, und ihr werdet es in aller Wahrheit bestätigt finden, was ich euch nun gesagt habe! Saget aber dann: "O großer Gott, vergib es unserer unbegrenzten Blindheit…
- [5] GEJ.07_,10: Sagte Ich: »Tuet das und tuet Gutes nun für so manches Üble, das ihr durch viele Jahre an den Menschen begangen habt, so werden euch eure Sünden vergeben sein! Wie ihr aber nun fre…
- [6] GEJ.08_,03: Was aber da für sich betrifft die von euch berührten Sündenbekenntnisse vor den Priestern, so sind sie in der Art und Weise, wie sie nun bestehen, schlecht und somit völlig verwerf…
- [7] GEJ.08_,06: Wie aber, wenn also und unmöglich anders, können einige von euch Essäern zu den Menschen sagen: "Wir sind für die Menschen von dem höchsten Gott erwählt zu Seinen Stellvertretern u…
- [8] GEJ.08_,12: Ich habe es euch, besonders Meinen alten Jüngern, auch einmal gesagt, daß a ihr denen, die an euch gesündigt haben, die Sünden vergeben könnet, und denen ihr sie vergeben werdet hi…
- [9] GEJ.08_,13: Wir haben aber schon damals ausgemacht, daß ihr erst dann das Recht haben sollet, den Sündern ihre Sünden gegen euch vorzuenthalten, so ihr ihnen zuvor schon siebenmal siebenundsie…
- [10] GEJ.08_,20: Sagte Ich: »Sei getrost, Mein Freund! Darum bin Ich ja zu dir gekommen, da Mir deine Werke um gar vieles besser gefielen als jene des reichen Obersten und Pharisäers. Liebe du nur …
- [11] GSo.01_,03: Denn Christus der Herr hat Seine Kirche also gegründet, daß Er allein dem Petrus die Schlüssel zum Himmelreiche übergab. - Unsere Kirche ist auf dem Felsen Petri erbaut, also von P…
- [12] GSo.01_,16: Ich will dir den Johannes darlegen, da dieser die Erleuchtung des h. Geistes voraussetzt: Nehmet hin den heiligen Geist; Denen ihr die Sünden vergeben werdet, denen sollen sie auc…
Hinweis
Private, nichtkommerzielle Seite. Leseproben mit freundlicher Genehmigung des Lorber-Verlags.
Text wurde mit Hilfe von KI erstellt und kann Fehler enthalten. Daher stets überprüfen.